Hagelloch

bearbeitet: 05.10.2019


 

In der Beschreibung des Oberamts Tübingen von 1867 steht folgender Satz:   Nach der Volkssage soll etwa 10 Minuten vom Ort im Weilerbachthälchen ein Städtchen „Weil am Bach“ gestanden sein, das durch Hagel und Feuer zerstört worden sei.

 

Auch dies ist recht interessant:  

Man baut Dinkel, Haber, Gerste, Kartoffeln, Futterkräuter (dreiblättriger Klee, Luzerne, Esper, Wicken), Kohlraben, Rüben, Erbsen, Linsen, Ackerbohnen, und von Handelsgewächsen Hanf und etwas Flachs, jedoch nur für den eigenen Bedarf. In neuester Zeit hat die Gemeinde einige Güterstücke mit Hopfen anpflanzen lassen. Von dem Getreideerzeugniß kann nur wenig auswärts verkauft werden.

Der nicht ausgedehnte Wiesenbau, dem keine Wässerung zukommt, liefert ein gutes nahrhaftes Futter. Der Weinbau, welcher sich mit Sylvanern, Elblingen, Affenthalern und Klevnern beschäftigt, ist unbedeutend, liefert aber einen ziemlich guten Wein und zwar in günstigen Jahrgängen 5–6 Eimer vom Morgen. Die Preise eines Eimers bewegten sich in den letzten 10 Jahren von 22–55 fl.

 

Ein  Morgen (Mg) entsprachen in Württemberg etwa 3152 qm.  Ein Morgen war ein bis etwa 1900 in Deutschland verwendetes Flächenmaß von 2500 bis 3500 qm. Das Maß wurde durch jene Fläche bestimmt, die mit einem einscharigen Pferd- oder Ochsenpflug an einem Morgen pflügbar ist.

 

1 Eimer entsprach in Württemberg etwa 300 Liter.

 

fl = Abk. für Florentiner, tatsächlich nannte sich die Währung in Württemberg Gulden.

Um 1700 besaß ein Gulden etwa die Kaufkraft, die 2009   40–50 Euro entsprochen hätte.
1747 musste beispielsweise in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen für einen Gulden ein Meister zwei Tage, ein Geselle etwa 2½ und ein Tagelöhner drei Tage zu jeweils 13½ Arbeitsstunden an den herrschaftlichen Bauten arbeiten.

 

2015
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2015
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Rathausplatz (2015)
Rathausplatz (2015)
altes Schulhaus (2015)
altes Schulhaus (2015)
Im Hintergrund die Wurmlinger Kapelle (2020)
Im Hintergrund die Wurmlinger Kapelle (2020)